Sagen wir mal hier in Deutschland. Was denkst du, wie würde sein Alltag aussehen? Womit würde er seine Woche füllen? Worin würde er seine Zeit investieren? Für wen oder was würde er sich Zeit nehmen? Was wäre ihm wichtig?
Würde sein Leben deinem Leben ähnlich sein? Würde er den gleichen Dingen Priorität geben, wie du? Würde er sich für die gleichen Aktivitäten, Dingen oder Menschen Zeit nehmen?
Wenn du Christ bist, dann geht es darum Jesus ähnlicher zu werden (2. Kor 3,18). So dass andere dich sehen und sagen: “Sieh mal, ein kleiner Christus” – so wie schon in der Bibel Außenstehende Nachfolger Jesu als “Christen” bezeichneten, was eben bedeutet “Kleiner Christus” (so z.B. Apg 11,26).
Welche Prioritäten setzt du? Worum geht es dir? Jesus ging es allein darum, dass zu tun was er den Vater im Himmel tun sah (Joh 5,19-20). Oder anders gesagt, er befolgte zuerst das erste Gebot “Du sollst den Herrn deinen Gott lieben.” Er machte Gottes Anliegen, zu seinem Anliegen.
Und quasi im gleichen Atemzug befolgte er dann “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst” – ein Gebot dass wir nur befolgen können, wenn wir gleichzeitig aus ganzem Herzen Gott lieben (1. Joh 3,10-18) und es unser innerster Wunsch ist, unser Leben ganz nach Gottes Willen auszurichten.
So zu leben können wir nicht aus uns selbst heraus. Dazu brauchen wir die Abkehr von einem Leben das auf die eigenen Wünschen ausgerichtet. Wir müssen uns selbst sterben und um Vergebung für unser Leben, dass nicht nach Gottes guten Willen ausgerichtet war, bitten (Rö 6,1-14). Und Gott vergibt, dafür starb Jesus am Kreuz.
Bei der Taufe geht es gerade darum, sein altes Leben hinter sich zu lassen, sich von einem Leben ohne Gott abzuwenden, quasi mit Jesus zu sterben. Dann können wir den Heiligen Geist empfangen, der es uns erst möglich macht, so auf Gott ausgerichtet zu leben, wie es uns vielleicht vorher schon wünschten (Apg 2,38; Joh 14,15-17; 2. Kor 3,18).
Ein Leben bei dem wir auf dem Weg sind. So wurden die ersten Nachfolger Jesu in der Bibel übrigens auch genannt “Anhänger des Weges” (Apg 9,2). Wer erlebt hat, dass er ein neues Leben empfangen hat, der weiß: Es war Gottes große Gnade, die mich von einem Leben nach eigenen Maßstäben zu einem Leben geführt hat, dass auf ihn und seinen Willen hin ausgerichtet ist.